The magic behind – Hochzeitsshootings

Was ist das Geheimrezept von guten Hochzeitsfotos?
Nun, wie bei jedem gutem Rezept gibt es eine Menge guter Zutaten und Schritte die in ihrer Gesamtheit für das spätere gute Ergebnis verantwortlich sind.
Einer der wichtigsten Faktoren dabei ist jedoch das Licht.

Hier scheiden sich die Philosophien der verschiedenen Fotografen deutlich. Mancher Foto-Purist verzichtet ganz auf Hilfsmittel und nutzt nur die zur verfügung stehende, natürliche Beleuchtung, andere gehen einen Zwischenschritt und nutzen Reflektoren, Aufheller und den Aufsteckblitz auf der Kamera um das vorhandene Licht zu beeinflussen und zu optimieren. Zu der dritten Sorte gehören wir. Absolute Kontrolle des Lichts durch externe Studioblitz-Technik.

Was sind die Vorteile?
Um vorhandenes Licht besser zu kontrollieren benutzen viele Fotografen Reflektoren mit denen sie die Sonne spiegeln. Oft sieht man Fotografen mit ihren Assistenten helle und spiegelnde große Scheiben durch die Gegend tragen. Um mehr Licht zum Beispiel in das Gesicht zu bekommen, wird einfach eine helle Platte unter oder neben das Hochzeitspaar als „Aufheller“ gehalten. Der Nachteil hier liegt auf der Hand: statt offene strahlende Augen zu haben, sind die Pärchen geblendet. Kleine Pupillen und zusammengekniffene Augen sind die Konsequenz. Zudem gibt es Bildumsetzungen, welche ohne einen starken Studioblitz schlicht unmöglich sind. Den Blitz ausschalten und mit dem vorhandenen Licht weiterzufotografieren ist zudem jederzeit möglich.

Der Einsatz von Studioblitzen on Location bei Shootings benötigt viel Können und Erfahrung. Während man bei der Nutzung vorhandener Lichtquellen bereits das finale Bildergebnis durch den Sucher abschätzen kann, blitzen Studioblitze nur im Moment der Auslösung. Die Lichtführung kann also nur auf dem kleinen Display der Kamera anhand der angefertigten Fotos kontrolliert und überprüft werden. Um hier nicht zeitintensive Testserien anfertigen zu müssen und immer wieder neue Possitionen des Blitzes austesten zu müssen, muss der Fotograf genau die durch verwendete Blitzstärke, genutzten Lichtformer und Höhe wie auch die Neigung des Blitzes entstehenden Bilder im Kopf abschätzen um nur ein oder zwei mal das Feintunig für die Bilder vornehmen zu müssen.

Hier einige Impressionen aus 2015

… und die Nachteile?
Es ist teuer. Mobile Studioausrüstung kostet unglaublich viel Geld. Die Akkutechnologie in heutigen mobilen Hochleistungsblitzen entspricht den verwendeten Akku-Techniken in den aktuellen Elektrofahrzeugen und den momentan zunehmend am Markt aufkommenden Flugdrohnen. Erst seit einigen Jahren wird diese Technik überhaupt leistbar. Doch dank der schnellen Entwicklung ist sie zwischenzeitlich handlich, leicht und kompakt. Noch vor wenigen Jahren mussten unsere Assistenten Akku-Generatoren, so schwer wie Autobatterien durch die Gegend schleppen.

Ein weiterer Nachteil ist die eingeschränkte Flexibilität.
Um die Ausrüstung von einem Ort an den anderen zu transportieren sind troz zunehmend kleinerer und leichterer Technik mindestens zwei Personen nötig.
Ein schneller und spontaner Ortswechsel ist also nicht immer ohne weiteres möglich. Dazu kommt, dass vor den eigentlichen Aufnahmen die Blitzanlage immer richtig aufgebaut, ausgerichtet und von der Leistung und Lichtfarbe passend zur Umgebung justiert werden muss. Bevor es also mit den eigentlichen Fotos losgehen kann muss immer zuerst ein paar Minuten aufgebaut und eingestellt werden. Diese Einstellungen sind zudem nicht gerade simpel und benötigen eine Menge Erfahrung und Routine und ein geschultes Auge um die Lichtsituation richtig einzuschätzen.

Die genannten Nachteile sind jedoch, angesichts perfekt ausgeleuchteter und abgestimmter Fotos schnell vergessen. Es entstehen einzigartige Aufnahmen die ohne den Einsatz der Technik schlicht unmöglich gewesen wären.

Hochzeits-Shootings mit Schneider-Fotos
Normalerweise bringen wir unseren Foto-Assistenten mit zu den Hochzeitsshootings. Sie sind gewohnt anzupacken und die wirklich schwere und umfangreiche Ausrüstung zu schleppen (Fotorucksack, Blitztasche, schweres Stativ, zwei Lichtformer,…) und haben ein Auge dafür wo, auf welcher Höhe und mit welchem Winkel der Studioblitz grob possitioniert werden sollte und kennen sich in der Fototasche aus und können schnell und zuverlässig Objektive anreichen. Viele Hochzeitspaare wünschen auch nicht, dass Gäste, Trauzeugen oder Freunde an diesem Festtag arbeiten und anpacken müssen und nutzen daher den Luxus eines umfangreiochen Services. Um Kosten (und das können schnell 150€ und mehr sein) zu sparen, bieten wir unseren Pärchen aber auch an, selbst einen Assistenten zu stellen der für die Hochzeitsfotos anpackt. Einerseits verlangsamt dies natürlich das Shooting, oft muss der Fotograf ausführlichere Anweisungen geben oder einige Tätigkeiten die der geschulte Assistent übernehmen würde selbst erledigen, aber den Fun-Faktor ist für alle immer sehr hoch und einen Qualitätsunterschied durch den Hobby-Assistent oder profesioneller-Fotoassistent ist im Endresultat kaum sichtbar. Außerdem ist es für die Helfer immer schön auf dem ein oder anderen Foto selbst mitaufzutauche und zu wissen, an den Aufnahmen entscheidend mitgewirkt zu haben.

 

Für wirklich komplexe Shooting-Aufträge unter Zeitdruck und mit höchsten Ansprüchen empfehlen wir unbedingt einen profesionellen Fotoassistenten mitzubuchen. Für Hochzeits-Shootings, bei denen der Assistent hauptsächlich die Aufgabe übernimmt den Blitz zu halten und die Ausrüstung zu tragen, überwiegen die Vorteile eindeutig. Für den Helfer ist es ein tolles Erlebnis einmal selbst Fotoassistent zu sein und einen wichtigen Beitrag für die Hochzeitsfotos zuleisten und das Hochzeitspaar spart ein paar Euros.

Daniel Schneider – 2015